Is Fascism a Threat Again?

donnerstag // 13.04 // 20:00 uhr

Is Fascism a Threat Again?

Feuerleger und Schreibtischtäter, Nazschlägerinnen und identitäre Hetzer, populistische Twitterköniginnen und aggresive Frauenschützer – angepeitscht von Höcke, Erdogan, Hofer, LePen, Wilders und Trump. Das ist doch Faschismus! Oder?

Lassen sich bei den aktuellen rechten Bewegungen Bezüge zu einem historischen Faschismus herstellen? Und wenn ja, was bedeutet das? Ermöglicht eine Analyse der Geschichte von Faschismus eine Vorhersage politischer Entwicklungen?

Mit Unterstützung der Referent*innen Natascha Strobl (Wien) und Klaus Weber (München) wollen wir verstehen, was FASCHISMUS ist.

eine Veranstaltung von AZE (Andere Zustände Ermöglichen)

Working for women`s rights and female soccer structures in Asia

thursday // 06.04. // 8 pm

The fact that Papua New Guinea hosted FIFA’s U20 Women’s World Cup recently is a great chance for women’s football in the region. But not everyone is happy to see a Women’s World Cup in this country due to safety concerns. How is the situation for women and women’s football in South East Asia more generally? Will this event contribute to bringing more attention to women’s football? How can women’s football be used to fight for women’s and girls’ rights? Panel discussion with soccer players, coaches and activists from Papua New Guinea, India, Thailand, Bhutan, Cambodia, Nepal, Korea and Vietnam.
Moderation: Ines Pohl, Chief Editor Deutsche Welle
The women are participants of a one week conference to the topic, hosted by the NGO DISCOVER FOOTBALL.
www.discoverfootball.de

Outside the box: Berlin-Release und Lesung

sonntag // 02.04. // 19.30 uhr

»Der konkrete Mann – oder: Soll man Männer als Männer kritisieren? Szenisches Streitgespräch über das Alltagsleben als feministisches Kampffeld«

Sonntagabend in einer großen Stadt. Kelly und Andra, zwei feministische Genossinnen, haben sich in ihrer Hauskneipe verabredet. Der Tresen ist von einer Gruppe männlicher Solitäre besetzt, der Ecktisch neben der Tür noch frei. Die beiden Genossinnen kommen schnell auf das Thema zu sprechen, an dem sie sich im Streit schon vielfach die Zähne ausgebissen haben: Soll man Männer als Männer kritisieren?

Dass das Private politisch sei, war eine Erkenntnis und eine Kampflosung der zweiten Frauenbewegung der 70er Jahre, insbesondere weil Frauen in der patriarchalen Welt weitgehend auf das Private beschränkt waren: auf Heim und Familie, Gebären und Kindererziehung, Emotionalität und mütterliche Vermittlerin-Rolle. Auf die notwendige Aufsprengung der gesellschaftlichen Handlungszone für Frauen und die aufs Ganze zielende Aufhebung der hierarchischen Trennung zwischen „öffentlich“ und „privat“ reagierten die Männer nicht selten mit hämisch-panischer Abwehr frei nach dem Motto „weibliche Utopien – männliche Verluste“. Andere Männer wiederum begriffen, dass die Emanzipation der Frauen auch sie von der Bürde ihres – auf Autorität und Aggression festgeschriebenen – Geschlechtscharakters befreien kann und schlossen sich der Frauenbewegung an.

Wie sieht es heute aus? Was haben die Errungenschaften der feministischen Bewegungen zum Positiven verändert, wo schnappen trotz – oder gar wegen – der teilweisen Geschlechterflexibilisierung alte patriachale Rollenmuster zu? Und vor allem: Wie sieht es damit bei uns aus, in einer Linken, die sich weitgehend als feministisch begreift?

Andra: Das patriarchale Geschlechterverhältnis ist weder überwunden noch schwebt es als unsichtbare Abstraktion über unseren Köpfen. Es geht durch uns durch!

Wie geht man damit um in einer historischen Situation, in der eine nennenswerte feministische Bewegung fehlt? Kann der Streit im Privaten mit dem Freund/ dem Bruder/ dem Mitbewohner ein politisch probates Mittel sein, um die eigenen gesellschaftlichen und psychischen Verwicklungen mit dem Geschlechterverhältnis bewusst zu machen und schrittweise zu überschreiten? Oder droht die vermeintliche Politisierung der Beziehungen in privatistischer Harmlosigkeit zu versacken, wie es etwa schon die feministische Zeitschrift Die Schwarze Botin (1976 – 1987) der Frauenbewegung vorwarf? Bringt jede Zeit ihre spezifischen, alltäglichen Geschlechterkonflikte hervor? Oder gibt es nach wie vor eine Marginalisierung weiblicher Erfahrung, weshalb jede Generation von FeministInnen sich an ähnlichen Konflikten abarbeitet? Kann uns das Wissen um feministische Kämpfe in der Geschichte die Vertracktheit unserer Situation in der Gegenwart verstehen helfen?

Ein Abend mit Kelly und Andra, einem Barkeeper, Freya Lombardi, der Schwarzen Botin, Freiheit aus einem Männermund, outside the box und viel Bier.

Outside the box ist eine 2008 gegründete Zeitschrift aus Leipzig, die sich einer umfassenden Gesellschaftskritik mit feministischem Fokus verschrieben hat.

www.outside-mag.de

Buchvorstellung: Alltäglicher Ausnahmezustand

mittwoch // 29.03. // 20.00 uhr

Die KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) engagiert sich seit 2002 gegen institutionellen Rassismus in Strafverfolgungsbehörden und gegen Racial Profiling. Zumeist wird unter dem Begriff eine diskriminierende Kontrollpraxis der Polizei etwa in Zügen verstanden. Ausgeblendet bleiben jedoch die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Das Buch von KOP verbindet erstmals für den deutschen Kontext aktivistische und wissenschaftliche Perspektiven auf Rassismus in Polizei und Justiz. Es bezieht Position gegen eine verkürzte Debatte über Racial Profiling. Die einzelnen Beiträge geben einen Einblick in die Arbeit der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt, beleuchten Aspekte rassistischer Kriminalisierung und rufen zu Widerstand auf. Der Fokus liegt dabei auf Deutschland, aber auch Entwicklungen in Kanada und in Großbritannien werden einbezogen.
Drei Autor_innen werden das Buch und ihre Beiträge vorstellen, über ihr persönliches Engagement in KOP erzählen und ihre Positionen zu Rassismus und Justiz zur Diskussion stellen.

https://kop-berlin.de

Autobrände, Alternative Facts, Antifeminismus – Herausforderungen für den Antifaschismus heute

Freitag // 24.03. // 20:00

Niemand zweifelt mehr, dass wir eine autoritäre Wende erleben. Ob in Form von Bewegungen, Staatsoberhäuptern, faschistoiden social-media-Trollen oder brandschatzenden Nazigruppen – die Lage eskaliert, die Realität macht Antifaschismus für uns zum Gebot der Stunde. Aber haben wir die richtigen Rezepte, um auf eine rechte Formierung zu reagieren, die gesellschaftsfähig geworden sind? Tatsächlich wurde in den letzten Monaten z.B. in der „analyse & kritik“ viel Selbstkritisches zur antifaschistischen Bewegung geschrieben. Aber was davon bleibt in der politischen Praxis hängen? Wir wollen daran anknüpfen und in der Veranstaltung ausloten, in welcher politischen Situation wir uns befinden, welche Themen die autoritäre Wende kennzeichnen (z.B. Antifeminismus) und was linksradikaler Antifaschismus heute bedeuten kann.
eine Veranstaltung von TOP B3rlin