k-fetisch // café-kollektiv http://kfetisch.blogsport.de Thu, 07 Jun 2018 08:33:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Vom „proletarischen Mai“ 1968 zum „proletarischen Herbst“ 2018? http://kfetisch.blogsport.de/2018/06/07/vom-proletarischen-mai-1968-zum-proletarischen-herbst-2018/ http://kfetisch.blogsport.de/2018/06/07/vom-proletarischen-mai-1968-zum-proletarischen-herbst-2018/#comments Thu, 07 Jun 2018 08:33:00 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2018/06/07/vom-proletarischen-mai-1968-zum-proletarischen-herbst-2018/ Donnerstag // 7. Juni 2018 // 20.00 – 22.00 Uhr

Vom „proletarischen Mai“ 1968 zum „proletarischen Herbst“ 2018?

Klassenpolitik zwischen fordistischer Aufstiegserwartung und segmentierter „Abstiegsgesellschaft“

Soweit „1968″ nicht auf die offene Feindschaft der politischen Rechten stößt, gilt es in der liberalen deutschsprachigen Öffentlichkeit, aber auch bei großen Teilen der Linken vor allem als Synonym einer von Student*innen, einer Jugendrevolte oder als Auftakt der zweiten Frauenbewegung getragenen Kulturrevolution. Doch so wichtig diese Bewegungen waren, so erschöpft sich die Bedeutung der damaligen Entwicklung darin nicht. „1968″ steht auch für den „proletarischen Mai“ in Europa, der durch den Generalstreik von zehn Millionen französischer Arbeiterinnen und Arbeiter einen gewaltigen Anstoß erfuhr. Diesen heute – auch in großen Teilen der Linken – verdrängten und vergessenen Klassenkämpfen der „68er Jahre“ wollen wir in der Veranstaltung „auf den Zahn fühlen“, ihr Ausmaß und ihren historischen Stellenwert ausloten. Wir wollen aber auch darüber diskutieren, welche Relevanz sie für unsere sozioökonomisch und politisch drastisch veränderte Gegenwart haben. Dabei soll insbesondere der Stand der aktuellen Diskussion über eine „Neue Klassenpolitik“ in die Debatte einbezogen werden.

Inputs und Diskussion mit:

Bernd Gehrke (AK Geschichte)

Stephan Junker (iL)

Winfried Wolf (Lunapark 21)

Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte)

Zur Einstimmung, Filmausschnitt: „1968 – eine Weltrevolution (Media ’68/IL Manifesto)

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, Finanziert von Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

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Buchvorstellung „Deutsche Arbeit“ http://kfetisch.blogsport.de/2018/06/02/buchvorstellung-deutsche-arbeit/ http://kfetisch.blogsport.de/2018/06/02/buchvorstellung-deutsche-arbeit/#comments Sat, 02 Jun 2018 12:01:43 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2018/06/02/buchvorstellung-deutsche-arbeit/ Dienstag 5.6 // 20.00 Uhr

Felix Axster und Nikolas Lelle stellen zusammen mit Klaus Holz den 2. Band ‚„Deutsche Arbeit“. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild‘ aus der Reihe „Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart“ (hrsg. vom Zentrum für Antisemitismusforschung) vor.

„Der Topos „Deutsche Arbeit“ entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und verknüpfte Vorstellungen von Arbeitsmoral und nationalem Charakter.

Während des NS-Regimes wurde er – als konstitutiver Bestandteil des Konzepts der „Volksgemeinschaft“ – in besonderer Weise wirkmächtig. Das Buch geht der Genese dieses ideologischen Selbstbildes nach. Die Beiträge untersuchen, in welcher Weise Arbeit nationalistisch aufgeladen und im Gegenzug die Ideologie des Nationalen durch den Arbeitsbegriff konturiert wurde. Ebenso wird nach dem Potenzial der Ausgrenzung gefragt, das im Antisemitismus und der Vernichtungspolitik des „Dritten Reichs“ kulminierte. Schließlich wird die Frage aufgeworfen, wie sich die spezifische Radikalisierung des Topos „Deutsche Arbeit“ durch den Nationalsozialismus fassen lässt und welchen Effekt die Erkenntnis der longue durée dieses Topos‘ auf die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte hat.

Wir werden an diesem Abend in das Buch einführen, zwei Aufsätze ausführlicher vorstellen und dann die Frage nach der Aktualität des Topos „Deutsche Arbeit“ zur Diskussion stellen. Dabei geht es auch und vor allem um den Versuch, gegenwärtig in Deutschland geführte Debatten über Arbeit, die im Zuge der Wirtschaftskrise wieder verstärkt Konjunktur haben, historisch zu kontextualisieren und auf Bruchstellen und Kontinuitätslinien hin zu befragen.“

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Buchvorstellung: Susanne Kappesser: Radikale Erschütterungen. Körper- und Gender-Konzepte im neuen Horrorfilm http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/21/buchvorstellung-susanne-kappesser-radikale-erschuetterungen-koerper-und-gender-konzepte-im-neuen-horrorfilm/ http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/21/buchvorstellung-susanne-kappesser-radikale-erschuetterungen-koerper-und-gender-konzepte-im-neuen-horrorfilm/#comments Mon, 21 May 2018 19:18:36 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/21/buchvorstellung-susanne-kappesser-radikale-erschuetterungen-koerper-und-gender-konzepte-im-neuen-horrorfilm/ Dienstag 22. Mai // 20 Uhr

Susanne Kappesser: Radikale Erschütterungen. Körper- und Gender-Konzepte im neuen Horrorfilm

Frauen im Horrorfilm sind entweder Opfer oder erhalten die berühmte Rolle des »Final Girls« – der letzten Überlebenden, die den Serienkiller meist zur Strecke bringt –, und fast immer werden sie stark sexualisiert dargestellt. Nicht so im modernen französischen Genrekino. Die französischen Terrorfilme der letzten 15 Jahre fallen nicht nur wegen der drastischen und realistischen Darstellung von Gewalt auf (»neue französische Härte«). Sie haben auch Frauenfiguren hervorgebracht, die es bisher in dem Genre noch nicht gab. Es scheint, als seien autonome und selbstreflexive Frauen die neue Quelle des Horrors.
Anhand der wichtigsten Filme des Genres wie etwa HIGH TENSION, MARTYRS, FRONTIER(S) und INSIDE untersucht die Autorin mittels neuerer Ansätze der Körper- und Gendertheorie die Repräsentationen des Körperhorrors. Ihre zentrale These: Weibliche Figuren, die sich heteronormativen Körperkonzepten entziehen, werden zu monströsen Gestalten. Die Verhandlungen mit tradierten Vorstellungen von Körperlichkeit erfolgen dabei in drei Schritten: Irritation, Angriff und Erschütterung – die Leinwandkörper greifen unsere gegenwärtigen Konzeptionen von Geschlecht und Körper an, und es wird deutlich: Die Quelle des Terrors liegt in unserer eigenen sozialen Wirklichkeit.

Das Buch ist im Bertz Fischer Verlag erschienen.

http://www.bertz-fischer.de/product_info.php?products_id=486

Auftaktveranstaltung der Linken Buchtage 2018.
Die Linken Buchtage finden vom 1.-3. Juni im Mehringhof Kreuzberg statt.

Weitere Informationen unter www.linkebuchtage.de

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Die MRX-Maschine http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/16/die-mrx-maschine/ http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/16/die-mrx-maschine/#comments Wed, 16 May 2018 08:53:13 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/16/die-mrx-maschine/ Donnerstag 17.5. // 20 Uhr

Marx ausbuddeln, Proletariat einrühren, Geschlecht aufmischen…

Heiner Müller schlägt für den Umgang mit Lenin eine Strategie des Grabraubs oder der Ansteckung vor: „Erst wenn er aus dem Mausoleum raus ist. Dann ist der Virus wieder freigesetzt.“ Auch für die Ansteckung mit Marx und für den nach Verwesung duftenden Begriff des Proletariats gilt es die Schaufeln auszupacken – um sich weniger vom scheinheiligen Pathos der Erben oder wissenschaftlicher Desinfektion als vielmehr von der Taktlosigkeit der Grabräuber*innen und Zombies leiten zu lassen. Wie lassen sich in einem solchen Programm Proletariat, Feminismus und Antirassismus solidarisch zusammendenken? Darüber diskutieren Luise Meier und Patrick Eiden-Offe.

Luise Meier, geboren 1985 in Ostberlin, Studienabbrecherin, „freie“ Autorin und Servicekraft veröffentlichte bis 2017 auf der homepage der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Ihr Buch „MRX Maschine“ ist 2018 bei Matthes & Seitz Berlin erschienen.

Dr. Patrick Eiden-Offe arbeitet am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung und hat 2017 sein vielbeachtetes Buch Poesie der Klasse. Romantischer Antikapitalismus und die Erfindung des Proletariats veröffentlicht.

Veranstaltet von Helle Panke – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

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Feminist alliances: Activist perspectives on Syrian emancipatory struggles and transnational solidarity prospects http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/09/feminist-alliances-activist-perspectives-on-syrian-emancipatory-struggles-and-transnational-solidarity-prospects/ http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/09/feminist-alliances-activist-perspectives-on-syrian-emancipatory-struggles-and-transnational-solidarity-prospects/#comments Wed, 09 May 2018 13:05:32 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2018/05/09/feminist-alliances-activist-perspectives-on-syrian-emancipatory-struggles-and-transnational-solidarity-prospects/ Samstag 12.5. // 20 Uhr

+++ English below +++

Feministische Allianzen: Aktivistische Perspektiven auf syrische
Emanzipationskämpfe und transnationale Solidaritäten

Die Forderung nach transnationalen feministische Allianzen sind schon lange Teil einer theoretischen Debatte um Feminismus. Die (queer-)feministischen Kämpfe innerhalb der syrischen Revolution jedoch litten von Beginn an unter ihrer Unsichtbarkeit in der internationalen, vor allem aber deutschen Wahrnehmung. Solidaritäts- und Anerkennungsbemühungen blieben verhalten. In dieser Debatte widmen wir uns gemeinsam mit syrischen Aktivist*innen nun den Erfahrungen queer-feministischer Kämpfe und ihren Verwicklungen mit deutschen Diskursen – um endlich die notwendigen feministischen Allianzen zu visionieren und einzufordern.

Sprache: Englisch
Eintritt frei

Diese Veranstaltung wird gefördert vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

+++

Feminist alliances: Activist perspectives on Syrian emancipatory
struggles and transnational solidarity prospects

Transnational feminist alliance-building has long held center stage in academic-leaning feminist debates across the globe. However, with regard to the manifold (queer-)feminist Syrian revolutionary struggles, instances of solidarity and knowledge production within Germany have been few. In this debate, together with syrian feminist activist we will discuss the ramifications of queer-feminist Syrian experiences from an activist point of view, look at entanglements with German discourses, and try and envision feminist alliances.

Language: english
Entrance free

Supported by ifa – Institut für Auslandsbeziehungen and with financial means of the Auswärtiges Amt (AA).

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Buchvorstellung mit Argyris Sfountouris „Schweigen ist meine Muttersprache“ http://kfetisch.blogsport.de/2018/04/18/buchvorstellung-mit-argyris-sfountouris-schweigen-ist-meine-muttersprache/ http://kfetisch.blogsport.de/2018/04/18/buchvorstellung-mit-argyris-sfountouris-schweigen-ist-meine-muttersprache/#comments Wed, 18 Apr 2018 14:21:58 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2018/04/18/buchvorstellung-mit-argyris-sfountouris-schweigen-ist-meine-muttersprache/ Di. 24.04.2018 // 19.30 Uhr

Zeit seines Lebens hat sich Argyris Sfountouris vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrung für Gerechtigkeit und Humanität eingesetzt. Sein zweites Buch „Schweigen ist meine Muttersprache“ schildert durch Briefe an den Waisenjungen literarisch eindrücklich die Erfahrung eines Lebens mit dem Verlust und der Erinnerung. Zugleich gelingt es ihm, mehr als nur einen persönlichen Erfahrungsbericht vorzulegen. So enthält das Buch zahlreiche reflexive Texte zur besonderen Rolle der Opfer von rassistischen Verbrechen für die gegenwärtige politische Arbeit und anderen Themen.

Argyris Sfountouris überlebte am 10. Juni 1944 das Massaker deutscher Soldaten an 218 Menschen in seinem Heimatort Distomo. Die Bundesrepublik Deutschland hat ihm jegliche Form von Entschädigung verweigert, weshalb er mit anderen Hinterbliebenen vor griechischen, deutschen und internationalen Gerichten klagte.
Alle deutschen Regierungen haben ihren Druck geltend gemacht,
um die Pfändung deutschen Vermögens als Folge der erfolgreichen Klagen in Griechenland und zuletzt in Italien zu verhindern.

Wir wollen mit Argyris Sfountouris und Mitgliedern der Theatergruppe „Distomo – Unbeglichene Schulden“ aus seinem Buch lesen und darüber diskutieren. Es wird Zeit für Fragen aus dem Publikum geben.

Agyris Sfountouris: Schweigen ist meine Muttersprache. Griechenland – seine Dichter, seine Zeitgeschichte, Königshausen und Neumann, Würzburg 2017.

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עברית מחוץ לאיבריה המתוקים Hebrew outside of its sweet insides http://kfetisch.blogsport.de/2017/11/27/hebrew-outside-of-its-sweet-insides/ http://kfetisch.blogsport.de/2017/11/27/hebrew-outside-of-its-sweet-insides/#comments Sun, 26 Nov 2017 22:10:24 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2017/11/27/hebrew-outside-of-its-sweet-insides/ First Hebrew then English

אחרי ההשקות בתל אביב ובחיפה, אני שמח להזמין להשקה הדו-לשונית של ספר השירה השישי שלי „עברית מחוץ לאיבריה המתוקים“, בהוצאת פרדס [עורך: אלון בר]. הספר כולו נכתב בין שטראסה לשטראסה. הוא שייך לפה. מנסה להתחקות אחר הנפש של אדם שמתחלק לשתי יבשות, שתי אהבות, שתי משפחות ושתי שפות. מה קורה לעברית במעבר לברלין? איך זה לעבור משפה של רוב לשפה של מיעוט? מה לקחתי איתי מישראל, ומה החלטתי במודע להשאיר במקום? איפה זה חו“ל, כשאתה גר בחו“ל?

בחלק הראשון של ההשקה המשורר היהודי-גרמני מקס צ‘ולק יקריא באנגלית כמה תרגומים באנגלית ונדבר על השירים. בחלק השני תתארח הפסיכואנליטיקאית איריס חפץ אמסלם ונקרא ונשוחח עם השירים בעברית. על המוזיקה מופקד המוסיקאי לירן לוי.

המקום: קפה קפטיש. Wildenbruchstraße 86, Berlin

השעה: 20:00-22:00

משתתפים/ות:
* איריס חפץ אמסלם
* האנו האונשטיין
* לירן לוי
* מקס צ‘ולק

הכניסה חופשית | הזמינו את חבריכם/ן | במקום יימכרו ספרים חדשים וגם קודמים.

*
הַדֶּרֶךְ שֶׁבָּהּ אֲנִי נוֹתָר מֵאָחוֹר
הִיא לְהִפָּרֵד מִכָּל האוֹתִיּוֹת
שֶׁהֵבֵאתָ אֶל פִּי בַּתְּפִלָּה
שֶׁתְּסַיֵּם אֶת סִפּוּר הֵעָלְמוּתִי
– אֵין טַעַם לְדַבֵּר בעִבְרִית
לְלֹא הָאֱמוּנָה שֶׁיֵּשׁ תַּכְלִית בעַנְנֵי הַקֶּרַח,
מֵעֵבֶר לְמַעֲרֶכֶת הַכּוֹכָבִים „שַמְס“,
מְחַכָּה אִמִּי,
מְכִינָה אוֹתִי לַהֲפֹךְ לְכִשָּׁלוֹן,
אָרוּס עִם אֲרוּסָתוֹ,
גּוֹלֶה עִם גָּלוּתוֹ.

לאחר חמישה ספרי שירה וכמעט עשור בו עמד שמואלוף במרכז הצומת הסואן שבין זהות, פואטיקה ופוליטיקה, יוצא אל האור ספר זה, ששמו — עברית מחוץ לאיבריה המתוקים. נראה כי היציאה מהמקום ומהגוף המסומנים ביותר (כיהודי וכמזרחי בישראל), היא גם החזרה הגדולה של שמואלוף ‚פנימה‘, אל תוך שירת הזהות — „מעולם לא הפסקתי להיות בהגירה אל הלב“ (והרי את), הוא כותב אך הפעם כמהגר בעצמו ולא כדור שלישי להגירה. משבר ההגירה בא לידי ביטוי בקובץ שירים זה בהעדרה המוחלט של השפה העברית ולא בהדרה של היהודי־המזרחי מתוכה והמהלך הפואטי ששמואלוף עושה על מנת להתמודד אל מול משבר זה, הוא גילוי מחדש של העברית; מציאת העברית שנמצאת ‚בחוץ‘. עברית, המתרחקת ומתנתקת מהקשר למקום או לחוויה ‚שבתוך‘ גבולות החברה הישראלית „…תֵּן לִי עוֹד רֶגַע בְּתוֹךְ הַבַּזְזְזְ בָּזַז/“ — (מתוך המחזור: עברית מחוץ לעורקיה המתוקים) והופכת להיות לשפה הפרטית, שלא נשמעת ולא מדוברת בעולמו החדש. אך עם זאת, זו גם העברית החוזרת ומעמיקה במקורות ובתרבות מתוכה היא צמחה. „אַךְ דַּוְקָא בְּתוֹךְ אוֹתוֹ הַכְּלוּם, יֵשׁ הַבְטָחָה גְּדוֹלָה“ כותב שמואלוף ונראה כי אכן מימש הבטחה זו בספרו החדש.

אלון בר, Alon Bar עורך הספר

I want to invite you all to my six poetry book celebration “Hebrew outside of its sweet insides” (Pardes Publishing House, 2017). The poems deal with immigration, longing and belonging. They touch the soul of the immigrant who breaks into two continents, two climates, two souls, two families and two Languages. In Israel I was mourning the loss of my mother tongue Iraqi and in Germany suddenly Hebrew is a loss. Yet again I left Israel consciously.

The event is going to be half in English, half in Hebrew. In the first part, the German poet Max Czollek is going to read some of the translated poems. We are going to have a talk about them, also in regard to the new Jewish life in Berlin, Including my artistic group the Poetic Hafla חפלה פואטית اُمسية شعرية and his wonderful festival Desintegration. Radikale Jüdische Kulturtage and more.
Hanno Hauenstein will read a poem with me in German..

We will hear the music of Liran Levi. In the second part I am going to talk and read more poems with Iris Hefets Amsalem – A Psychoanalyst and Political and Mizrahi activist.

Where: Kafetisch, Wildenbruchstraße 86

Time: 20:00-22:00

Participatns :

* Max Czollek
* Iris Hefets Amsalem
* Liran Levi
* Hanno Hauenstein

Free Entrance. Books can be bought on the place.

פרדס הוצאה לאור Pardes Publishing

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Ökonomie der Lager – Vom Lagergeld zum Iris-Scan http://kfetisch.blogsport.de/2017/11/12/oekonomie-der-lager-vom-lagergeld-zum-iris-scan/ http://kfetisch.blogsport.de/2017/11/12/oekonomie-der-lager-vom-lagergeld-zum-iris-scan/#comments Sun, 12 Nov 2017 14:13:09 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2017/11/12/oekonomie-der-lager-vom-lagergeld-zum-iris-scan/ Vortrag zur Gegenwart der Rationierungstechnik

Die Flüchtlingslager, die im Zuge der verschiedenen Krisen und Kriege weltweit entstanden sind, haben einerseits mitunter die Dimension ganzer Städte, andererseits funktionieren sie nach einer ganz eigenen Ökonomie, die den Notwendigkeiten eines Kontrollregimes ausgesetzt ist.
Es sind insbesondere Techniken der Rationierung mit all ihren Planungs- und Steuerungsphantasien, die dabei zum Zuge kommen. Solche Techniken sind keineswegs neu. Im Gegenteil, sie führen ein ebenso wiedergängerisches wie wenig beachtetes Eigenleben, von Lagern der Vergangenheit bis zu heutigen Flüchtlingscamps oder Erstaufnahmeeinrichtungen von Asylsuchenden.
Ausgehend von einem historischen Vorlauf wird eine Bestandsaufnahme dieser Form von Distribution skizziert – mit samt ihrer Chancen, ihrer Prinzipien und Probleme. Dabei soll es insbesondere um die aktuellen technologischen Entwicklungen der besonderen Formen des (Lager-) Geldes gehen: SMS-Gutscheine, Prepaid-Debit-Cards, biometrische Gelder. Solche Geldformen, die immer auch Formen der Rationierung und Kontrolle sind, werden gegenwärtig u.a. vom Welt-Ernährungsprogramm und dem UNHCR für die großen Flüchtlingslager mitentwickelt.

Referentin: Dr. Anna Echterhölter (unterrichtet in diesem Semester Technikgeschichte an der Technischen Universität Berlin und war u.a. am Institut für Kulturwissenschaft an der HU Berlin, im Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin sowie im Deutschen Historischen Institut Washington D.C. tätig. Sie ist Mitherausgebern der Zeitschrift ilinx und Mitautorin des im Frühjahr bei Spector Books erscheinenden Bandes „Jenseits des Geldes. Aporien der Rationierung“)

Moderation: Dr. Frank Engster

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Book Launch „Den NSU-Komplex analysieren“ http://kfetisch.blogsport.de/2017/10/06/book-launch-den-nsu-komplex-analysieren/ http://kfetisch.blogsport.de/2017/10/06/book-launch-den-nsu-komplex-analysieren/#comments Fri, 06 Oct 2017 14:47:10 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2017/10/06/book-launch-den-nsu-komplex-analysieren/ donnerstag // 12.10 // 20:00 uhr

Im August erschien der Band „Den NSU-Komplex analysieren. Aktuelle Perspektiven aus der Wissenschaft“. Im Zusammenhang mit dem NSU-Komplex behandelt das Buch u.a. die Themen institutioneller Rassismus, migrantisch situiertes Wissen, Collusion und Kritik der Extremismusdoktrin.

Die HerausgeberInnen Juliane Karakayali, Cagri Kahveci, Doris Liebscher und Carl Melchers laden herzlich zum Book Launch ein. Der Book Launch wird eine Mischung aus Lesung, Filmscreening und Podiumsgespräch sein.

Max Fuhrmann präsentiert ein Best-of aus den Jahrbüchern „Extremismus & Demokratie“, den gesammelten Werken von Backes, Jesse, Pfahl-Traughber u.a. – Abstruses, Erheiterndes und Empörendes. Außerdem diskutieren Fritz Burschel und Özge Sarp von NSU Watch die Ergebnisse des Münchner NSU-Prozesses. Im Anschluss wird Filmmaterial vom NSU-Tribunal in Köln-Mühlheim gezeigt.

Der Veranstaltungsort ist das K-Fetisch, Wildenbruchstrasse 86, Berlin. Beginn der Veranstaltung ist 20:00.

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Unter Generalverdacht. Lebensrealitäten von Rom*nja in Berlin http://kfetisch.blogsport.de/2017/10/01/unter-generalverdacht-lebensrealitaeten-von-romnja-in-berlin/ http://kfetisch.blogsport.de/2017/10/01/unter-generalverdacht-lebensrealitaeten-von-romnja-in-berlin/#comments Sun, 01 Oct 2017 10:54:53 +0000 Administrator Allgemein http://kfetisch.blogsport.de/2017/10/01/unter-generalverdacht-lebensrealitaeten-von-romnja-in-berlin/ Donnerstag// 5.10. // 20:00 uhr

„Mit solchen Leuten wollen wir nichts zu tun haben. Gehen Sie, oder wir rufen die Polizei.“ Solche Äußerungen sind für viele der in Berlin lebenden Rom*nja auch heute noch eine bittere Realität. Antiziganismus ist eine der am stärksten verbreiteten Formen von Rassismus; die Bandbreite der Diskriminierungserfahrungen besonders von nichtdeutschen Rom*nja ist groß und erschwert ihre gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe massiv. Amaro Foro e.V. ist eine transkulturelle Jugendselbstorganisation von Rom*nja und Nicht-Rom*nja und vertritt vor allem die nichtdeutschen Rom*nja in Berlin, die mit strukturellen Benachteiligungen zu kämpfen haben. Seit 2014 dokumentiert der Verein antiziganistische Vorfälle systematisch; die Dokumentation ist einzigartig in Deutschland. Erfasst werden dabei strukturelle Diskriminierungen ebenso wie individueller Rassismus, außerdem werden Medienberichte und soziale Medien ausgewertet.

Auf der Veranstaltung stellen Georgi Ivanov, Koordinator der Anlaufstelle von Amaro Foro e.V., und Andrea Wierich, Pressereferentin des Vereins, die im Frühjahr veröffentlichte Jahresauswertung 2016 des Projektes „Dokumentation antiziganistisch motivierter Vorfälle und Stärkung der Opfer von Diskriminierung“ vor und präsentieren Fallbeispiele aus verschiedenen Lebensbereichen. Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

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