Archiv für Oktober 2019

Feminismus®? Vom Ausverkauf einer politischen Bewegung

Am Dienstag, 29.10., 20 Uhr im k-fetisch
Eine Veranstaltung der Autonome Neuköllner Antifa im Rahmen der Veranstaltungsreihe „still have to protest this shit – Zur ungebrochenen Notwendigkeit feministischer Kämpfe“.
Feminismus ist im popkulturellen Mainstream angekommen – ob in den Medien, Film & Fernsehen, oder auf der Kleiderstange. Doch wollten wir da überhaupt hin? Und was passiert mit den Inhalten, die eigentlich hinter dem Wort „Feminismus“ stehen? Ist überall dort, wo „Feminismus“ drauf steht, auch Feminismus drin? Und was hat all das mit der Kommerzialisierung und kapitalistischen Vereinnahmung des Feminismus zu tun? Hat es vielleicht auch etwas Gutes, dass auch Menschen, die sich im Mainstream bewegen, mit feministischen Botschaften konfrontiert werden?
Diese und weitere Fragen möchten wir gern mit euch diskutieren. Nach einem Input wird es viel Raum für Diskussionen geben.

Gewaltvolle Verhältnisse – Kampfsport und die extreme Rechte

Martial Hearts präsentiert am Donnerstag, 24.10., um 20 Uhr die Veranstaltung

Ob „Kraft durch Freude“-Shirts bei Box-Übertragungen im Privatfernsehen oder unter sich beim „Kampf der Nibelungen“ – Die Professionalisierung rechter und neonazistischer Präsenz im Kampfsport ist nicht zu übersehen. Der Vortrag geht dabei darauf ein, mit welchen Kleidungsmarken, Kampfsportveranstaltungen und Trainingsstätten Neonazis ihre gewalttätige Ideologie offen zur Schau tragen und welche Gegenstrategien sinnvoll sind, um diesem gefährlichen Dominzgebaren entgegen zu wirken.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zumachen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen
angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten
sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Das Wörterbuch „der besorgten Bürger“

Die Helle Panke präsentiert
nächsten Mittwoch, 16. Oktober 2019 von 20:00 bis 22:00 im k-fetisch

Im Oktober wird PEGIDA fünf Jahre alt. Mit PEGIDA entstand auf der Seite der extremen Rechten nicht nur eine soziale Bewegung, die tief in der Stadt Dresden und ihrem Umland verwurzelt ist, sondern auch eine eigene Sprache. Sie lässt extrem rechtes Denken weit über PEGIDA-Kreise wirken und formt bzw. radikalisiert Diskurse zu gesellschaftpolitischen Fragestellungen. Es ist die Sprache des besorgten Bürgers.
Die Sprache der besorgten Bürger, die sich solch seltsamer Begriffe wie „Deutschland GmbH“, „Ficki-Ficki-Fachkräfte“, „Schuldkult“ oder „Merkeldikatur“ bedient, ist bizarr, manchmal witzig und oft gefährlich. Rhetorische Zumutungen und dreiste Umdeutungen sind unter der Glocke von PEGIDA und AfD Mode. Hier entsteht ein Zerrbild, in dem Deutsche umstandslos Opfer sind und die Welt sich gegen „das Volk“ verschworen hat.

Die Veranstaltung nimmt die Sprache der Besorgten aufs Korn: von den so beliebten Ausrufezeichen bis zu „Volksverdünner“.

Es referieren: Nancy Grochol (Sprachwissenschaftlerin, Lektorin) und Robert Feustel (Politikwissenschaftler), zusammen schrieben sie „Das Wörterbuch des besorgten Bürgers“

Moderation: Fabian Kunow