Algiers-Paris und zurück Univeralismus und Identitätspolitik in der postkolonialen Situation Eine Diskussion mit Nedjib Sidi Moussa (Paris)

Wo es früher um Immigration und Klassenlage ging, um nordafrikanische oder eingewanderte Arbeiter, ist heute in Frankreich ganz selbstverständlich von „Muslimen“ die Rede. Staatliche Institutionen, islamische Vereinigungen und auch Teile der Linken haben dazu beigetragen, die soziale Frage zu verdrängen und Leuten ein religiöses Label zu verpassen, auch wenn sie vielleicht noch nie eine Moschee von innen gesehen haben.

Gegen diesen Trend hat Nedjib Sidi Moussa in seinem Essay über die „Muslimfabrik“ Stellung bezogen, der in Frankreich lebhafte Kontroversen ausgelöst hat und inzwischen auch auf Deutsch vorliegt. Besonders die Rolle von Linken, die im Namen des Kampfs gegen „die Islamophobie“ Bündnisse mit reaktionären Klerikern schließen, findet dabei Beachtung.

Gegenläufig zu dieser identitätspolitischen Wende stehen die jüngsten Kämpfe für Brot und Freiheit in Algerien, die Moussa an Ort und Stelle beobachtet und ausführlich kommentiert hat. Auch sie sollen an diesem Abend Thema sein.

Eine Veranstaltung der Jungle World.

Moderation: Bernd Beier

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Dienstag, 30. Juli 2019, 20 Uhr
K-Fetisch


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