Vom „proletarischen Mai“ 1968 zum „proletarischen Herbst“ 2018?

Donnerstag // 7. Juni 2018 // 20.00 – 22.00 Uhr

Vom „proletarischen Mai“ 1968 zum „proletarischen Herbst“ 2018?

Klassenpolitik zwischen fordistischer Aufstiegserwartung und segmentierter „Abstiegsgesellschaft“

Soweit „1968″ nicht auf die offene Feindschaft der politischen Rechten stößt, gilt es in der liberalen deutschsprachigen Öffentlichkeit, aber auch bei großen Teilen der Linken vor allem als Synonym einer von Student*innen, einer Jugendrevolte oder als Auftakt der zweiten Frauenbewegung getragenen Kulturrevolution. Doch so wichtig diese Bewegungen waren, so erschöpft sich die Bedeutung der damaligen Entwicklung darin nicht. „1968″ steht auch für den „proletarischen Mai“ in Europa, der durch den Generalstreik von zehn Millionen französischer Arbeiterinnen und Arbeiter einen gewaltigen Anstoß erfuhr. Diesen heute – auch in großen Teilen der Linken – verdrängten und vergessenen Klassenkämpfen der „68er Jahre“ wollen wir in der Veranstaltung „auf den Zahn fühlen“, ihr Ausmaß und ihren historischen Stellenwert ausloten. Wir wollen aber auch darüber diskutieren, welche Relevanz sie für unsere sozioökonomisch und politisch drastisch veränderte Gegenwart haben. Dabei soll insbesondere der Stand der aktuellen Diskussion über eine „Neue Klassenpolitik“ in die Debatte einbezogen werden.

Inputs und Diskussion mit:

Bernd Gehrke (AK Geschichte)

Stephan Junker (iL)

Winfried Wolf (Lunapark 21)

Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte)

Zur Einstimmung, Filmausschnitt: „1968 – eine Weltrevolution (Media ’68/IL Manifesto)

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, Finanziert von Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt


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