werner gutsche (1923–2012) und neukölln – „da müsst ihr euch mal drum kümmern“ spuren, erinnerungen, anregungen

Mittwoch // 03.05 // 20:00

Der Arbeitersportler, Geschichtsaktivist und Genosse Werner Gutsche war eine Ausnahmeerscheinung: Obwohl er Mitglied der SEW, PDS und der Partei Die Linke war, erhielt er im Jahr 2004 die „Neuköllner Ehrennadel“, mit der EinwohnerInnen durch den Bezirk für ihre Verdienste ausgezeichnet werden.

Der gebürtige Kreuzberger hatte nach Krieg und Gefangenschaft im Bezirk Neukölln seinen Lebensmittelpunkt. Vor allem dort engagierte sich der gelernte Elektromechaniker bei Aktionen und Protesten für die Friedensbewegung und die damalige SED/SEW. Seit Anfang der 1980er Jahre wirkte er als Kommunikator und Initiator zu Forschungen und Ausstellungen über NS-Zwangsarbeit, antifaschistischen Widerstand und NS-Verfolgung im Bezirk.

Nach seinem tragischen Unfalltod kam die Idee zu einem Gedenkbuch auf. Freund*innen und Weggefährt*innen haben ihre Erinnerungen an Werner Gutsche festgehalten und sind seiner häufig gehörten Aufforderung „Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ gefolgt: So entstand nicht nur ein Portrait dieses Menschen, sondern auch ein Neuköllner Geschichtsbuch, das eine Reihe von neuen Forschungsergebnissen zu Themen enthält, die Werner Gutsche am Herzen lagen.

Wie aktuell diese Aufklärungsarbeit ist, zeigen die Anschläge auf antifaschistische Neuköllner Projekte und ihre Protagoniste*innen, zu denen auch mit Claudia und Christian von Gélieu zwei Autoren des Buches zählen.

Die Herausgeber Frieder Böhne, Bernhard Bremberger und Matthias Heisig werden das im Metropol Verlag erschienene Buch vorstellen.


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