Start-ups, Apps & Wadenmuskelkraft

Donnerstag // 01.12. // 20.00

Wie sich der Digitale Kapitalismus und seine Arbeitskämpfe im Alltag zeigt.

In der Berliner Innenstadt sind die Fahrer*innen von Deliveroo und Foodora nicht zu übersehen. Überall schlängeln sich Essenslieferanten hastig mit ihren Warmhalteboxen durch den Straßenverkehr. Dass diese schweißtreibende Arbeit zum Bild des um sich greifenden Digitalen Kapitalismus und seiner Arbeitsverhältnisse werden könnte, hätten die wenigsten gedacht. Bei Digitalem Kapitalismus denken wir doch vor allem an die großen Internetfirmen des Silicon Valley mit ihren gut bezahlten Entwickler*innen und Programmierer*innen, die vor dem Bildschirm sitzen und die digitale Welt kreativ gestalten. Solang uns jedoch noch nicht Drohnen und selbstfahrende Autos die Dinge bringen, die wir im Netz bestellen, geht der Digitale Kapitalismus mit jeder Menge prekarisierter Arbeit einher. In anderen Ländern greifen Fahrer*innen dieser expandierenden Unternehmen des Digitalen Kapitalismus auf die traditionellen Formen des Klassenkampfs, die gewerkschaftliche Organisierung und den Streik, zurück.

Über die Pfade und Wirklichkeiten des Digitalen Kapitalismus und seiner Arbeitsverhältnisse wollen wir am Beispiel der Lieferdienste-Apps an diesem Junge-Panke-Abend sprechen.

Als Grundlage zeigen wir zu Beginn Videointerviews mit Fahrern von Foodora und Deliveroo. Darüber sprechen wir dann mit Journalisten Hendrik Lehmann („Tagesspiegel Digital Present“) und Nina Scholz (freie Journalistin).

Diese Abendveranstaltung ist eine Kooperation von Helle Panke e. V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.