Archiv für Oktober 2016

Feminismus als Feindbild von Rechts

Dienstag // 01.11 // 20 Uhr

Feinbild Feminismus: Aktuelle Mobilisierungen gegen „Gender“ und sexuelle Vielfalt – Vortrag und Diskussion mit dem Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus und dem trouble everyday collective

Ob Pegida, die Stuttgarter „Demo für alle“ oder die AfD – sie alle eint das Feindbild einer Gesellschaft, in der vielfältige geschlechtliche, sexuelle und familiale Lebensweisen die Natürlichkeit traditioneller Geschlechterrollen in Frage stellen. Antifeministisches Denken gehört seit jeher zum Kernbestandteil konservativer und rechter Kräfte im Ringen um gesellschaftliche Hegemonien. Im selbsterklärten Kampf gegen „Genderismus“ und eine angebliche „Frühsexualisierung“ wittert auch die klassische extreme Rechte nach wie vor Anknüpfungspunkte an antifeministische Debatten und Akteure außerhalb der eigenen Szenen.

In der Veranstaltung beleuchtet Juliane Lang vom Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus antifeministisches Denken in unterschiedlichen politischen Spektren und diskutiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ziel ist es, als Antifaschist*innen gemeinsame Strategien im Umgang mit Renaissancen antifeministischen Denkens zu entwickeln.

Über solche Strategien berichtet auch das trouble everyday collective, das sich als queer-feministische Gruppe mit feministischer Kapitalismuskritik beschäftigt und zu dem Thema das Buch „Krise der sozialen Reproduktion“ geschrieben hat. Als ein weiteres Schwerpunktthema der Gruppe werden sie über ihre Interventionen gegen die neurechte und antifeministische „Bibliothek des Konservatismus“ berichten.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe: ‚trotz alledem und alledem‘ – Zur Aktualität feministischer Kämpfe statt.

http://antifa-neukoelln.net/

Crypto-Party (FLTI* only)

Do, 13.10 // 20 Uhr // k-fetisch, Wildenbruchstraße 86, Neukölln

von Frauen* für Frauen* // women* for women*.

Du möchtest lernen, wie einfach es ist, Verschlüsselung zu benutzen? In entspannter und respektvoller Atmosphäre? Dann komm zur Cryptoparty. Vorwissen braucht es nicht und auch kein Informatikstudium. Neugier, lernen wollen, Fragen stellen ist alles, was ihr braucht. Das eigene Laptop oder Smartphone mitzubringen ist von Vorteil. CryptoParties sind immer ohne Eintritt. Anmelden braucht ihr euch auch nicht, einfach vorbeikommen.

You’d like to learn how simple using encryption is? In a relaxed and respectful atmosphere? Then come to the Cryptoparty. No prior knowledge required. Curiosity, wanting to learn, asking questions is all that’s needed. Bringing your laptop or smartphone would be useful.
CryptoParties are always for free. No registration required.

Referentin: Andrea

Mehr Infos: https://www.cryptoparty.in/berlin/korfu

Was heißt FLTI*?
Bei einigen unserer Veranstaltungen findet ihr das Kürzel FLTI* . FLTI* steht für FrauenLesbenTransIntersex*. Diese Veransaltungen sind von und für FrauenLesbenTransIntersex* gestaltet – zum vernetzen, diskutieren, werkeln, austauschen, feiern,… Die FLTI*-Veranstaltungen sind als geschlossener Raum ohne Cis-Männer gedacht, um sich in einem geschützten Rahmen gegenseitig zu stärken und Strategien gegen Unterdrückungsverhältnisse und Dominanzen zu entwickeln. Veranstaltungen ohne dieses Kürzel sind offen für alle Teilnehmer*innen.

Kleine Erläuterung:
Cis: Adjektiv für Menschen, deren Geschlecht mit dem von der Gesellschaft zugewiesen bzw. geforderten Geschlecht übereinstimmt
Trans: Gegenteil von Cis.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kritische Orientierungswochen an der FU WiSe 16/17 statt.
korfuberlin.net
facebook.com/korfu4fu
#unibleibtkritisch
#KORFU16

Der NSU in Zwickau: Kein Gras drüber wachsen lassen!

Mittwoch // 12.10 // 20.00 Uhr

Veranstaltung zu rassistischer Mobilisierung und NSU im Hinblick auf die Demonstration „Kein Gras drüber wachsen lassen!“ am 5. November in Zwickau.

Am 4. November 2011 enttarnte sich der zuvor der Gesellschaft unbekannte NSU. Das Kerntrio, das jahrelang „unentdeckt“ durch die Bundesrepublik ziehen konnte, war verantwortlich für die neun rassistischen Morde an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat, sowie für den Mord an Michèle Kiesewetter. Bei den drei Sprengstoffanschlägen in Köln und Nürnberg wurden viele Menschen verletzt, nur durch Glück wurde niemand getötet.

Nirgendwo lässt sich der gesamtgesellschaftliche Rassismus in Deutschland derart deutlich aufzeigen, wie an den Taten des NSU und deren Aufarbeitung. Wir wollen diese Taten nach einem Überblick zum aktuellen Wissenstand zum NSU in dieser Veranstaltung vor dem Hintergrund vergangener und aktueller rassistischer Mobilisierungen und pogromartiger Ausschreitungen besprechen und verstehen.

Eingeladen für diese Diskussion haben wir Caro Keller, die im Freien Senderkombinat Hamburg in ihrer Radiosendung „Ein Prozess – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU“ die neuen Erkenntnisse aus Untersuchungsausschüssen und Prozess einordnet. Zudem wird es einen Input von demob geben.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mobilisierung für die Demonstration „Kein Gras drüber wachsen lassen!“ statt, die am 5. November in Zwickau stattfindet. Bustickets werden am Veranstaltungstag angeboten.

Bereits am Dienstag, 11. Oktober ist eine Veranstaltung mit etwas mehr Schwerpunkt auf dem Beitrag der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden zum NSU in Potsdam geplant, in der Folgewoche sind 1-2 weitere Diskussionen in Berlin geplant. Aktuelle Informationen zu diesen und der Demonstration gibt es an folgenden Orten:

Blog Demobündnis: www.irgendwoindeutschland.org

Twitter Demobündnis: www.twitter.com/irgendwoinde

Blog Radiosendung: www.einprozess.eu

Deutschland demobilisieren: www.fb.com/deutschland.demobilisieren