Archiv für September 2016

Grenzen hier, Grenzen dort – „Flüchtlingskrise“? Rassismuskrise!

Samstag // 24.09. // 18.00Uhr

Filmvorführung und Podiumsdiskussion mit Neuköllner Aktivist_innen von MANEGE HILFT

Die MANEGE ist ein Jugendclub auf dem Campus Rütli in Berlin Neukölln. Seit Sommer letzten Jahres sind die Jugendlichen aufgrund der eskalierten Lage am LAGeSo Berlin in die Unterstützung geflüchteter Menschen eingestiegen. Stark berührt von den ihnen begegnenden Schicksalen waren sie zunehmend empört über die Untätigkeit und den Unwillen der politischen Handlungsträger. Sie entwickelten ein ​nachhaltiges Interesse am Themenfeld Migration und Flucht​,​ reflektierten in diesem Zusammenhang eigene Repressions- und Diskriminierungserfahrung und entdeckten sich dabei immer mehr als kritische und politische Akteur_innen.

Gemeinsam mit den Mitarbeiter_innen der MANEGE entwickelten sie neben der konkreten Unterstützungsarbeit (Schlafbörse, Spendensammlung für Medikamente + Behandlungskosten, umfassende Organisationsunterstützung einer Familienzusammenführung), zahlreiche aktivistische und politische Projekte (Filmprojekt, Manege AG Krieg, Flucht und Vertreibung, Fahrrad-Werkstatt, Campbesuch Calais, gemeinsame Demonstrationsteilnahme).
Im August verbrachten 6 Jugendliche 10 Tage in Thessaloniki, arbeiteten mit einer NGO zusammen und besuchten die mazedonische Grenze sowie die Bewohner_innen zweier Camps in der Umgebung. Auch während dieser Reise wurden die Jugendlichen von einer Medienaktivistin begleitet und dokumentierten ihre Unternehmung zusätzlich mit eigenen Handykameras.

Zu Beginn der Veranstaltung wird ein etwa viertelstündiger Ausschnitt aus dem entwickelten Filmprojekt gezeigt – den Jugendlichen ist es ein Anliegen ihre Erfahrungen zu teilen, sie werden anschließend persönlich berichten und Fragen beantworten. Dafür wird es ein moderiertes Podiumsgespräch geben, in dem auch die beteiligten Fimemacher_innen und weitere Unterstützer_innen von MANEGE HILFT zu Wort kommen.

https://www.facebook.com/Manege-HILFT-1610707732512032/

selbstbestimmung ohne selektion?

Dienstag // 13.09. // 20.00

Das Recht auf Abtreibung ist umkämpft. Den fundamentalistischen „Lebensschützern“ wird gewöhnlich die scheinbar eindeutige Forderung nach Selbstbestimmung von Schwangeren entgegengehalten. Tatsächlich ist die feministische und behindertenpolitische Kritik an pränataler Diagnostik und selektiven Schwangerschaftsabbrüchen differenzierter und im Diskurs marginalisiert. Kirsten Achtelik und Michael Zander diskutieren die dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

Mit Michael Zander, Aktivist in der Behindertenbewegung und Kirsten Achtelik, Autorin des Buches „Selbstbestimmte Norm- Feminismus, Präntaldiagnostik und Abtreibung“

Eine Veranstaltung im Rahmen der Proteste am 17.9.2016 gegen den „Marsch für das Leben“ WTF!?

https://www.facebook.com/events/553630901494369/

Von Polizeikontrollen, „Hurenpässen“ und Zwangsberatung – Zur Kritik am „Prostituiertenschutzgesetz“

Dienstag // 6.9.2016 // 20 Uhr

Staatlicher Eingriff in körperliche Selbstbestimmung von Menschen findet sich nicht nur in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche und den §218 StGB, sondern betrifft auch Sexarbeiter_innen. Wir wollen gemeinsam mit Jenny Künkel (Universität Weimar) und Dr. PG Macioti (Hydra e.V.) diskutieren, was sich ab 2017 gesetzlich ändert, was dies für die Lebensrealität von Sexarbeiter_innen bedeutet und warum staatlicher „Schutz“ nicht feministisch ist.

Eine Veranstaltung der EAG Berlin im Rahmen des Marsch für das Leben? What the Fuck Bündnis, welches die Gegenproteste zum „Marsch für das Leben“ organisiert.

https://www.facebook.com/events/1130776583650763/