Archiv für August 2016

New Borders – old tricks?! Labour market policy, migration and social segregation in the EU

Dienstag // 23.08. // 20.00

Public discussion with:
- Joanna Bronowicka (from the Polish party “Razem”)
- Sandro Mezzadra (migration researcher, Member of EuroNomade Network)

+++ runterscrollen für deutsche Übersetzung +++

While technocrats all over Europe seize the opportunity of crisis to cut workers’ rights and push for a further precarization of labour, also the German Ministry of Labour has produced a further tightening of the system of unemployment benefits: By introducing 80 cent jobs for refugees, limiting EU migrants’ right to benefits, and increasing sanctions for the unemployed, new internal borders are created that segregate workers according to their nationality and resident status. Across Europe, this is accompanied by racist outcries of right-wing EU critics as for example during the recent Brexit campaign. Together with Joanna Bronowicka from the Polish Party “Razem” and migration researcher Sandro Mezzadra, we would like to discuss the relation of labour and migration in the European Union, the recent labour market reforms, attacks against migrants and scope for action.

Discussion in English with German translation
Event organized by Blockupy Plattform Berlin

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Neue Grenzen – alte Tricks?!
Arbeitsmarktpolitik, Migration und soziale Spaltung in der EU

Diskussionsveranstaltung mit
- Joanna Bronowicka (von der polnischen Partei “Razem”)
- Sandro Mezzadra (Migrationsforscher, Mitglied des EuroNomade Netzwerks)

Peters-Gesetz, “Loi travail”, Jobs act – während die technokratische Mitte in Europa die Krise für eine breit angelegte Entrechtung und Prekarisierung der Arbeiter*innen nutzt, werden in Deutschland mit der Nahles-Reform 80 cent- Jobs für Geflüchtete, die Streichung von Sozialleistungen für EU-Migrant*innen sowie weitere Stigmatisierungen und Verschärfungen für Hartz IV-Empfänger*innen durchgesetzt. Damit werden die Grenzen innerhalb und außerhalb der EU in Form einer zusätzlichen Unterschichtung des Arbeitsmarktes nach Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsstatus reproduziert. Für die entsprechende rassistische Begleitmusik sorgen die rechten EU-Kritiker*innen, wie dies zuletzt der “Brexit” gezeigt hat. Doch wie kann die Linke darauf reagieren? Zusammen mit Joanna Bronowicka von der polnischen Partei „Razem“ und Migrationsforscher Sandro Mezzadra wollen wir über die jüngsten Arbeitsmarktreformen und Attacken gegen Migrant*innen in der EU sowie über Handlungsoptionen diskutieren.

Veranstaltung in Englisch mit deutscher Übersetzung
organisiert von der Blockupy Plattform Berlin

„wir sind hier“ refugee theater berlin-brandenburg

Mittwoch // 17.08. // 20.00

english version below

Der enge Rahmen des Kapitalismus schnürt an unserem Leben, er erstickt unsere Authentizität und verdammt uns zur Schwermütigkeit. Unser Blick auf den Sinn des Lebens verfängt sich in Rassimus, Sexismus, Terrorismus. Und nicht zuletzt im gefährlichsten von allem – im Hass. Wir sind es, die diese Anordnung übernehmen, die aufgesogen und Teil des System werden. Doch was bleibt – was definiert dann noch unser Leben? Wie können wir verwehren, Teil dieses Gesamtplanes zu werden, sondern ein selbstbestimmtes Leben jenseits dessen zu verwirklichen?
Wir versuchen zu verstehen, wie ein kleines Stück Papier, mit seinen Buchstaben und Nummern, unsere Art zum Leben und unsere Lebeswege nur so bestimmen kann. Nur wenn wir es verstehen, können wir unseren Platz in dieser globalisierten Welt finden – nur wenn wir es verstehen, können wir es gemeinsam bekämpfen und es ändern.
Wir sind hier… um über die Wirklichkeit, die Realität zu lernen, denn das ist es, was das System fürchtet. Dank des Theaters fühlen wir uns heute weniger gefangen und können unseren Gedanken und Verstand treiben lassen. Wir haben für uns damit einen Weg gefunden unsern täglichen Kampf zu reflektieren – mit all seinen Asylanträgen, Abschiebungen, den Grenzen, Mauern, der Festung Europas , den verrückten Bürokratien und Ausländerbehörden – warten, warten, warten – dem alltäglichen Tauma!
Wir sind hier
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We suffer under the window of capitalism, too narrow for an authentic life, we become depressed, we look for the meaning of life- and this even takes us to racism and terrorism, sexism, and most dangerously: hatred. We inherit this scheme, take part in the masterplan of the system. What’s left and what defines our life, and how can we create a future outside of this masterplan. We try to understand how a small printed piece of paper, with letters and numbers, can determine our ways in life, and the way we live. We try to understand, not only to find our place in this globalised world, but also to fight together and change it. Wir sind hier…to learn the truth, and that scares the System. Today we can free our mind and feel a little less trapped, thanks to theatre. We have found a way to reflect our day-to-day struggle with scenarios such as asylum request- deportation- crazy administration- borders- the fortress Europe- walls- foreign offices- trauma- Wir sind hier- waiting- waiting- waiting-

(Dis)Kontinuitäten – Qudstags-Marsch 2014-2016

Donnerstag // 04.08. // 20.00Uhr

(Dis)Kontinuitäten – Qudstags-Marsch 2014-2016

Die Akteur*innen und Teilnehmenden des Qudstags-Marsches sind auch außerhalb dieses Zeitraums aktiv und fördern den Hass auf Israel, den Westen und das Judentum. Wir wollen uns auch an allen anderen Tage als dem letzten Freitag im Ramadan mit diesen Antisemit*innen auseinanderzusetzen.

Jedes Jahr zum Ende des Ramadans organisiert die aus dem Iran gesteuerte Quds AG unter dem Deckmäntelchen des Antizionimsus eine Demonstration im Herzen Berlins. Hier kommen vor allem Anhänger*innen des iranischen Regimes, aber auch andere Gruppen und Menschen zusammen, welche es sich zum Ziel gemacht haben dem Staat Israel das Existenzrecht abzusprechen oder einfach generell ihren Antisemitismus auf die Straßen Berlins zu tragen. Auch wenn dieser durch die öffentliche Ächtung und polizeilichen Auflagen stärker codiert und zurückhaltender artikuliert wird, bleibt der Qudstags-Marsch eine antisemitische Veranstaltung.
Doch wer sind diese Gruppen und Einzelpersonen die sich an diesem Tag mit dem klerikal-faschistischen Regime im Iran und einem seiner Hauptziele solidarisieren, der Vernichtung des jüdischen Staates? Inwieweit ist der Qudstag-Marsch die Praxis dessen, was in der antisemitischen Weltsicht Israel als den „Kollektivjuden“ imaginiert?
In den letzten drei Jahren fand eine systematische Dokumentation des Qudstags-Marsches durch zivilgesellschaftliche Initiativen statt. Die Referent*innen des JFDA – Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus – RIAS werden den beiden Fragen nachgehen. Gleichzeitig sollen die Herausforderungen für einen antifaschistischen Protest gegen den Qudstag-Marsch mit den Veranstalter*innen und dem Publikum diskutiert werden.

http://noalquds.blogsport.de

FB-Event: https://www.facebook.com/events/1770318186526431/

veranstaltet vom „Antifaschistisches Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag“