Archiv für Februar 2016

Release-Veranstaltung der Broschüre „Mein Name ist___, mein Pronomen ist ____“

Donnerstag // 03.03 // 20.00h

Seit Anfang diesen Jahres gibt es die Broschüre „Mein Name ist ___, mein Pronomen ist ___“ in gedruckter Form. Mit der Broschüre wollen wir:
Leute unterstützen, die ihren Namen und_oder ihr Pronomen geändert haben oder darüber nachdenken, das zu tun, zum Beispiel genderqueere und_oder Trans*-Leute.
eine kurze, verständliche Einführung mit verschiedenen Perspektiven zu Fragen rund um das Thema „Trans*_genderqueer“ geben
Menschen Ideen und Anregungen bieten, wie sie Trans*-Personen unterstützen können
In der Broschüre findet ihr kurze Informations-Texte zu den Themen Geschlecht, Körper, Sprache und (A-)Sexualität. Neben diesem informativen Teil kommen auch unterschiedlich positionierte Trans*- und genderqueere Personen in Briefen, Gedichten und weiteren Ausdrucksformen zu Wort. Zudem finden sich Übungen zur richtigen Verwendungen von Pronomen und Namen.
Uns ist wichtig zu bemerken, dass unsere Broschüre zwar nicht nur, aber größtenteils unsere Perspektiven auf den Themenkomplex widerspiegeln und dass wir nicht für alle Trans*_genderqueeren_gender-non-conforming Personen sprechen_schreiben können und wollen. Zum Beipiel werden wir, als Personen, die die Broschüre entworfen haben, weder rassistisch diskriminiert noch gesellschaftlich beHindert.
Mehr zu all dem auch auf unserer Webseite: meinnamemeinpromomen.wordpress.com
Also: Kommt gerne zu unserer Release-Veranstaltung, wo wir die Broschüre vorstellen und besprechen werden. Außerdem freuen wir uns darauf, die Veröffentlichung mit euch zu feiern!
Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt und natürlich, wenn ihr die Broschüre bestellen wollt, schaut auf unserer Webseite vorbei oder schreibt uns:
meinnamemeinpromomen.wordpress.com
meinnamemeinpronomen@gmail.com.

Filmscreening: Nana dijo – Nana said: A documentary on coloniality, blackness and the myths of latino identity

Donnerstag // 25.02 // 20h

Dir.: Bocafloja & Cambiowashere
40min.
English & Spanish w/Subtitles in both languages.
Quilomboarte / Sociedad Cimarrona, 2015.
Topics: African Diaspora, Afro-latino studies, Hip Hop , Critical Pedagogy, Decolonial Studies.

BOCAFLOJA will be there this night and is open for questions and discussion.

Nana Said is an urgent historical registry in the form of a documentary, filmed in Mexico, Honduras, Uruguay, Argentina and the United States, which opens a crucial platform of analysis about race relations by transgressing beyond the parameters of „safe discourses“ imposed by culturalist agendas.

documentary film: sounds queer

Sonntag // 07.02. // 20.30

Dokumentarfilm, Deutschland 2014, 60 min, Deutsch mit englischen Untertiteln
Regie: Dan Dansen (ANWESEND)

Auf den Spuren der drei DJs Tama Sumo, Resom & Ena Lind geht “Sounds Queer” der Frage nach, inwiefern weibliche Techno-DJs andere Erfahrungen machen als ihre männlichen Kollegen. Die Portraits geben einen subjektiven Einblick in ihre Lebenswelt und in ihre Auseinandersetzung mit diesem noch immer männlich dominierten Feld.

Die Protagonistinnen erzählen von ihrem Weg mit der elektronischen Musik: Tama Sumo legt bereits seit den 90ern in Berlin auf und ist inzwischen Resident-DJ im Berghain, bzw. der Panoramabar, einem Club der es zur weltweiten Bekanntschaft gebracht hat. Resom bricht von Leipzig nach Berlin auf, um dort ihre DJ-Karriere voranzutreiben und Veranstaltungen im ://about blank zu organisieren, einem Club der sich zwischen Techno-D.I.Y.-Kultur und kollektiven linken Strukturen bewegt. Ena Lind ist Organisatorin der europaweiten queeren und feministischen Partyreihe „Bend Over“ und will ihre DJ-Laufahn nun weiter professionalisieren.

Ausgehend vom Alltag der Protagonistinnen entsteht ein Panorama um Berlin, Feminismus, Nerdtum, queeres Leben, die Liebe zur Musik, die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und das Auflegen als Arbeit. So sehen die drei Portraitierten auf unterschiedliche Weise in Berlin die Möglichkeit, ihre künstlerischen Träume und ihre queeren Lebensentwürfe zu verwirklichen. Darüber hinaus regt „Sounds Queer“ dazu an, über Sound als Musikelement und Techno als Soundtrack zu urbanen Räumen nachzudenken.

meine 7000 nachbarn – zur sozialen situation von roma in berlin

Mittwoch // 10.02. // 20.00

MEINE 7000 NACHBARN –
ZUR SOZIALEN SITUATION VON ROMA IN BERLIN

Die Geschichten aus »Meine 7000 Nachbarn« halten fest, was keinem Menschen zuzumuten ist:

Ein Mann arbeitet wochenlang auf der Baustelle des Berliner Flughafens und erhält am Ende keinen Lohn.

Einer schwangeren Frau wird im Krankenhaus bestätigt, dass ihr Kind am selben Tag zur Welt kommen werde, dann wird sie gebeten, sich ein anderes Krankenhaus zu suchen.

Eine Familie wird im Winter aus ihrer Wohnung geworfen, obwohl sie keine Miete schuldet.

Bei den 7000 Nachbarn handelt es sich um Roma in Berlin. Eva Ruth Wemme übersetzt Literatur aus dem Rumänischen und begleitet seit 2011 rumänische Migrantinnen und Migranten in Berlin als Dolmetscherin und Beraterin. Sie führte zahlreiche Interviews und berichtet uns aus erster Hand vom Teufelskreis aus Arbeits- und Wohnungslosigkeit, aus Fremdheit und Vorurteilen.

Diese Dokumentation macht die Situation und den Grad der Diskriminierung von Roma in Deutschland deutlich. Denis Petrovic ergänz Eva und berichtet von der sozialen lebenssituation von Roma in Berlin und welche Auswirkungen die aktuellen Asylrechtsverschärfungen der Bundesrepublik auf ihr Leben hier haben.

Mit:
Eva Ruth Wemme (Autorin „Meine 7000 Nachbarn“) und
Denis Petrovic (Amaro Foro e.V.)

Eine Veranstaltung von Helle Panke e.V. in Kooperation mit Amaro Foro e.V. und dem Verbrecher Verlag.

Silicon Taiga: Computertechnologie, Esoterik und Gegenkultur in Sibirien

Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:00 bis 22:00 Uhr

Ende der 1950er Jahre entsteht in den endlosen Wäldern Sibiriens Akademgorodok, eine Stadt für die sowjetische Wissenschaftselite. Das akademische Zentrum in der Nähe der Großstadt Nowosibirsk wurde schnell für seine naturwissenschaftliche Spitzenforschung bekannt. Dazu zählte auch die Entwicklung von Computertechnologie, deren Förderung ein zentraler Aspekt des Kalten Krieges war. Die sibirische Variante des Frontier-Mythos und die große Entfernung von Moskau lockte tausende WissenschaftlerInnen an. Sie kamen in der Hoffnung, Selbstverwirklichung und Freiheit in Kultur und Forschung zu erfahren. In dieser Atmosphäre entstanden die ersten Umweltbewegungen, Alternativkulturen und die erfolgreichste sowjetische Punkband, Graschdanskaja Oborona. Nach dem Zerfall der Sowjetunion verließen viele Forscher Akademgorodok Richtung Westen. Im Gegenzug siedelten sich internationale IT-Konzerne an. In der ausländischen Berichterstattung sprach man von „Silicon Taiga“. Doch heute findet Spitzenforschung anderswo statt. Was sich in Akademgorodok erhalten hat, ist ein alternativer Lebensstil, der die Geschichte dieses Ortes widerspiegelt.

ReferentInnen: Philipp Goll (freier Autor und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg Locating Media, Universität Siegen) und Dr. Stefanie Peter (freie Autorin, Ethnologin und Leiterin des Goethe Instituts Nowosibirsk/Russland)

Moderation: Fabian Kunow

Eine Veranstaltung der „Helle Panke e. V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin“