Archiv für Juni 2015

History is unwritten. Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft. Ein Lesebuch

Donnerstag // 2.7. // 19.00

Buchvorstellung und Diskussion: „History is unwritten. Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft. Ein Lesebuch“

Es diskutieren: Das Kollektiv der Herausgeber/innen Jana König, Till Sträter, Henning Fischer, Uwe Fuhrmann, Elisabeth Steffen und Autor/innen mit dem AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West.

nähere informationen zum buch: http://www.edition-assemblage.de/history-is-unwritten/

Miners Shot Down – Filmvorführung und Diskussion

Donnerstag 18.6. um 20 Uhr:

Im August 2012 wurden 34 Minenarbeiter im südafrikanischen Marikana während eines Streiks ermordet. Die politische Öffentlichkeit hierzulande ist schockiert, denn es ist das größte Massaker seit den Sharpeville Protesten in den 1960er Jahren. In Südafrika hat sich politisch seit dem Massaker einiges bewegt. Nicht zuletzt wegen des Massakers ist der größte Gewerkschaftsdachverband COSATU, der eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Apartheid gespielt hatte, heute gespalten.

Die Filmemacher waren vor Ort bevor die Tragödie geschah und konnten die Geschehnisse dort und aufseiten der politischen Drahtzieher genau rekonstruieren.

Eine Veranstaltung von Labournet.tv

SYRIZA – politische Pleite oder wirtschaftliches Chaos?

Donnerstag // 11.06. // 19:30 Uhr

SYRIZA gilt unter Linken wahlweise als machtvoller parlamentarischer Arm oder sozialdemokratische Zähmung der Kämpfe in Griechenland. Beides geht an der Sache vorbei: Die Partei erhielt in dem Maße Auftrieb, wie die Kämpfe gescheitert und verebbt sind. Von den Hoffnungen, die nicht nur Griechen, sondern auch Linke in aller Welt in sie gesetzt haben, scheint allerdings schon jetzt wenig geblieben zu sein. Angetreten mit dem Versprechen, ein Krisenmanagement zu beenden, das massenhafte Armut bewirkt, ohne dem erklärten Ziel einer Stabilisierung der Wirtschaft näherzukommen, hat die griechische Linksregierung unter dem Druck der Gläubiger binnen kürzester Zeit offenbar eine Kehrtwende gemacht: Sie wird die bisherige Sparpolitik wohl im Kern fortsetzen, sofern Griechenland nicht aus dem Euro fliegt oder freiwillig aus ihm austritt. SYRIZA steht somit vor der Wahl zwischen einer politischen Bankrotterklärung und wirtschaftlichem Chaos mit unabsehbaren Folgen.

Dabei war SYRIZA mit dem erklärten Ziel angetreten, »den europäischen Kapitalismus vor sich selbst zu retten« (Yanis Varoufakis). Da inzwischen selbst Marktliberale die drastische Sparpolitik unter deutscher Führung für gescheitert halten, stellt sich die Frage, warum die griechische Regierung mit ihren Anliegen so spektakulär Schiffbruch erlitten hat. Woher die Härte der Gläubiger? Warum ziehen alle Euro-Staaten mit? Und was heißt das alles für die »wirkliche Bewegung«, die es zu schaffen gilt?

Darüber werden wir mit einem Genossen aus Griechenland diskutieren, der dort an einigen Auseinandersetzungen der letzten Jahre beteiligt war. Texte von ihm zu SYRIZA finden sich auf der Homepage „kosmoprolet.org“.

präsentiert von „Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft“
kosmoprolet.org