Archiv für März 2015

Klassenkämpfe in der italienischen Logistik – Erfahrungen, Selbstorganisierung, Perspektiven

Dienstag // 31.03.2015 // 19.30h

Podiumsdiskussion/Conferenza con discussione:

Klassenkämpfe in der italienischen Logistik – Erfahrungen, Selbstorganisierung, Perspektiven

Lotte di classe nella logistica italiana – Esperienze, auto-organizzazione, prospettive

In den letzten Jahren gab es in den Warenlagern in Italien eine große Kampfbereitschaft unter den meist migrantischen Lagerarbeiter_innen. Hier ist es der Basisgewerkschaft S.I. COBAS gelungen, viele der Arbeiter_innen gegen Dumpinglöhne und miese Arbeitsbedingungen zu organisieren und einige erfolgreiche Kämpfe zu führen – gegen die breite Front von Unternehmen, Staatsapparat, staatstragenden Parteien, bürgerlicher Presse und den traditionellen, in den Staat integrierten Regime-Gewerkschaften.
Auf unserer Veranstaltung werden einige an den Kämpfen beteiligte Gewerkschaftler und Genossen aus Mailand und Bologna über die konkreten Bedingungen und Besonderheiten vor Ort, über ihre Erfahrungen und Einschätzungen sowie über die Perspektiven und Grenzen der Kämpfe berichten. Wir interessieren uns hierbei für Formen der Selbstorganisierung, Aktionsformen, Solidarität von außen und die Frage, wie weitere Kolleg_innen einbezogen und die Kämpfe ausgeweitet werden können – ohne uns hierbei Illusionen zu machen. Ein Stichpunkt ist hierbei auch die europaweite Zusammenarbeit beispielsweise in den Generalstreiks. Wichtig ist für uns auch die Frage, wie den unterschiedlichen Angriffen von bürgerlicher Seite begegnet werden kann.
Darüber hinaus wollen wir über politische Perspektiven diskutieren, die über reine Tagespolitik hinausgehen. Welche Rolle müssen Kommunist_innen bei der Intervention in soziale Kämpfe spielen, damit in ihnen ein Klassenbewusstsein entstehen kann, welches Lohnarbeit, Kapital und den Staat grundsätzlich in Frage stellt, damit die Kämpfe nicht befriedet und nicht in die bürgerliche Gesellschaft integriert werden können? Was ist dabei der Unterschied zwischen gewerkschaftlicher und politischer, kommunistischer Organisierung.

präsentiert von: http://interkomm.so36.net

„VESSEL“ Ein Film über „Women on Waves“

Mittwoch // 25.3.2015 // 20.00h

„VESSEL “ von Diana Whitten, 2014, 90 min, englische OF

Der Film begleitet die Entstehung und die Arbeit der Organisation „Women on Waves“, die mit ihrem Projekt Frauen aus Ländern helfen, in denen Abtreibung verboten ist. Am Anfang stand die Idee der Ärztin Rebecca Compert, Abtreibungen auf einem Schiff in internationalen Gewässern durchzuführen, um damit nationale Gesetzgebungen umgehen zu können. Der Film zeigt nicht nur die Arbeit von „Women on Waves“ von der Gründung im Jahr 2000 an, die von einem spektakulären Medienrummel begleitet war; sondern auch die Probleme, mit denen sie sich über die Jahre konfrontiert sahen.

Im Anschluss an die Vorführung werden die Berliner Feministin, Schriftstellerin, Publizistin und Filmemacherin Sarah Diehl sowie Aktivitistinnen aus der Gruppe Ciocia Basia mit uns den Film diskutieren. Ciocia Basia ist eine Gruppe von polnischen und deutschen Aktivistinnen in Berlin, die Frauen aus Polen mit einer ungewollten Schwangerschaft helfen, kostengünstig nach Berlin zu kommen um hier einen sicheren Schwangerschaftsabbruch zu bekommen.

Im Rahmen von „HEUTE SCHON AN MORGEN DENKEN? – QUEERFEMINISTISCHE FILMREIHE“
Präsentiert vom ffbiz (www.ffbiz.de)

Geht nicht, gibt’s nicht! Gewerkschaftliche Organisierung im Niedriglohnbereich, am Beispiel der Industrial Workers of the World in New York

Donnerstag // 12.03. // 20:00 Uhr

Der allgemeinen Verschlechterung der Lebenslage für alle Lohnabhängigen in der BRD der letzten 25 Jahre konnten die Mainstream Gewerkschaften wie der DGB nichts entgegensetzen – und wollten es eigentlich auch nicht so richtig. Aber auch von linker (gewerkschaftlicher) Seite waren die Versuche, dem etwas entgegen zu setzen, begrenzt. Oft genug scheinen die Organisierungsbemühungen wenig von Erfolg gekrönt zu sein. Viele Linke in der BRD sind deshalb auch der Meinung, dass es gerade im prekären Niedriglohnbereich nicht möglich ist, sich mit KollegInnen zusammen zu organisieren. Das dem nicht so sein muss, zeigen die Erfolge der IWW in den USA, aber auch in der Bundesrepublik.

Der Referent ist Mitglied der IWW in Frankfurt am Main und arbeitete drei Monate bei den Brandworkers, einem der IWW nahestehenden »Workers Center« in New York City.

STRANDED: A Night of Storytelling and Music

Donnerstag // 05.03. // 20 Uhr

A dusty highway, an horizon full of dreams. The grass is always greener on the other side – at least before the dullness of real life starts interfering with the traveller’s thirst for adventure. But travelling or not, there are countless ways to be stranded – in the past, in motel rooms, minimum wage jobs, at a Texaco gas station, in school, in a rent-controlled apartment in a gentrified neighborhood in San Francisco, on a roadtrip in the middle of nowhere fighting with a partner, on an awkward date in Tel Aviv, without money or recognition.

Little Rock Arkansas and Atlanta Athens have teamed up to share some of those tales with you, personal ones and those of others. Hop on the train and spend a night with them listening to stories and songs of life, loss, and love.