Archiv für Januar 2015

Der Film „Our Terrible Country“ wird am Sonntag den 09.01. um 19.00 und um 21.00 gezeigt!!!!

Film: „Our terrible Country“

geänderte Anfangszeiten

Sonntag // 11.01. // um 19.00 und zweite Vorführung um 21.00

Der Dokumentarfilm „Our Terrible Country“ zählt zu den wichtigsten Filmen über Syrien der letzten Jahre. Er begleitet einen syrischen Intellektuellen und einen jungen Revolutionär bei ihrer Reise durch das Land und zeigt die wichtigsten Facetten des aktuellen Syriens. Über ein Jahr drehten die Filmemacher, um der Frage nachzugehen, was von der Idee der Revolution geblieben ist, und welche Hoffnung diejenigen noch haben, die weiter an einem neuen Syrien ohne Diktatur arbeiten.

Im Anschluss an beide Vorführungen Publikumsgespräch mit syrischen AktivistInnen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Zum Film:
In Douma, einem von Rebellen kontrollierten Vorort von Damaskus, trifft der 24-jährige Fotograf und Freiheitskämpfer Ziad Homsi, der dort bei der Freien Syrischen Armee kämpft, auf den bekannten linken syrischen Intellektuellen Yassin al-Haj Saleh. Saleh wird auch „Doktor der Revolution“ genannt, ist heute 55 Jahre alt und verbrachte über 16 Jahre im Gefängnis. Er ist einer der wenigen Intellektuellen, die den syrischen Aufstand von Beginn an unterstützten. Inmitten der Trümmer und unter ständigem Bombardement des Assad-Regimes entsteht ein Doppelportrait zweier Generationen, die durch die Revolution mit all ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und Rückschlägen verbunden sind. Alte revolutionäre Gewissheiten treffen auf Überzeugungen einer neuen Generation.

Al Saleh entschließt sich, quer durch die Wüste nach Raqqa zu reisen, in die Hochburg der IS-Milizen, um seinen Bruder zu suchen, der
von den Dschihadisten verschleppt wurde. Auf dem gefährlichen Weg, der ihn später bis in die Türkei führt, wird er von Homsi begleitet. Nachdem Homsi über einen Monat von ISIS gefangen genommen wurde, flüchtet schließlich auch er in die Türkei. Der Film der über ein Jahr in Syrien gedreht wurde, gewährt seltene Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen im vom Krieg zerrüttenden Land und erzählt über das Leben der Protagonisten auch das Drama der syrischen Revolution: Von einem unbewaffneten Aufstand hin zur Bewaffnung der Opposition, von den Bomben des Regimes bis zum Vormarsch der Dschihadisten. Die Idee, für die es sich zu kämpfen und zu sterben lohnt, ist verschwunden. Doch welche Hoffnung bleibt?

Der Film lief bereits auf mehreren internationalen Festivals, darunter auf dem DOK Filmfestival 2014 in Leipzig. Im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals in Marseille gewann er den ersten Preis.

Antifa in Not!? Zum Verhältnis von neuen rechten Bewegungen und klassischen Naziaufmärschen

Dienstag // 06.01. // 20.00

Diskussion mit Blick auf den Naziaufmarsch in Magedeburg am 17.1.

Ob Dresden, Magdeburg, Bad Nenndorf oder Wunsiedel: Die bedeutensten Aufmärsche der Nazis sind in den vergangenen Jahren – auch dank erfolgreicher Blockaden und langem Antifa-Atem – gestrichen worden oder haben mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen. Neue rechte Parteien wie die AfD sorgen jedoch mit dafür, dass rassistische Ressentiments salonfähig und wählbar bleiben. Dieses Gedankengut kann nicht „blockiert“ werden; mit klassischer Antifa-Arbeit ist ihm nicht zu begegnen.

Nun formiert sich nach der HOGESA-Eruption mit PEGIDA, MAGIDA, oder den Demos in Marzahn, Buch oder Köpenick in vielen Städten eine rechte Bewegung, die wieder mehr Menschen auf die Straße bringt – auch jenseits des üblichen rechten Spektrums. Doch woher kommt diese Bewegung? Ist sie angewiesen auf die Unterstützung von organisierten Nazi-Kadern? Klar ist, ihr Bedrohungsszenario ist gewaltig: Die steigende Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte ist nur ein Beleg dafür.

Gemeinsam mit unseren Gesprächspartnern wollen wir über das Verhältnis der der neuen Bewegung zum klassischen Nazi-Spektrum diskutieren. Wer sind die Menschen, die an den aktuellen Demos teilnehmen? Woher kommt ihre Mobilisierungsstärke? Werden die traditionellen Naziaufmärsche ersetzt? In Magdeburg könnte der seit Jahren stattfindende „Trauermarsch“ dieses Jahr durch einen ersten Auflauf des MAGIDA-Mobs ersetzt werden. Wie können wir darauf reagieren?

Wir wollen gemeinsam mit euch diesen Fragen nachgehen, und zwar am 6. Januar 2015 um 20 Uhr im k-fetisch in Neukölln.

Mit dabei sind Maike (analyse&kritik), Felix (Pubilkative) und N.N. (Magdeburg Nazifrei).

Außerdem gibt es Bustickets nach Magdeburg am 17. Januar 2015.