Archiv für Mai 2014

Auftaktveranstaltung LINKE BUCHTAGE BERLIN: „Wir sind Frauen wie andere auch!“

Dienstag // 27.05. // 19:30

LINKE BUCHTAGE BERLIN: „Wir sind Frauen wie andere auch!“ Prostituierte und ihre Kämpfe. Mit Pieke Biermann

Heute abend gibt es wieder „Hurengespräche“ – öffentlich, live und generationenübergreifend.

Im Gespräch: Pieke Biermann, Autorin von „Wir sind Frauen wie andere auch!“ Prostituierte und ihre Kämpfe, Alexa Müller und Johanna Weber, Aktivistinnen vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD)

+

Nicht Hetärengespräche von Lukian aus dem 2. Jahrhundert, nicht Kurtisanengespräche von Aretino aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und auch nicht Zilles Hurengespräche von 1921. In »Wir sind Frauen wie andere auch!« Prostituierte und ihre Kämpfe von 1980 sprechen Huren zum ersten Mal im eigenen Namen und miteinander: über sich, ihre Arbeit, die Sexindustrie und die wirkliche Zuhälterei, über Diskriminierung, Kriminalisierung und Doppelmoral – und über Freiheit, Stolz und wirkliche Moral.

Die Hurenbewegung von damals, auch eine Frucht der befreienden 60er Jahre, hat ziemlich viel erreicht: mit spektakulären öffentlichen Aktionen und mit stiller, zäher Kleinarbeit. Der „lange Marsch durch die Institutionen“ hat der Republik klargemacht, dass Prostitution ein Arbeitsplatz ist, und mündete 2002 in ein neues Prostitutionsgesetz, das SexarbeiterInnen endlich auch als vernunftbegabte, rechtsfähige Menschen anerkennt und an vielen Stellen für rechtliche Gleichstellung sorgt.

Aber das liberale, auf sexueller Selbstbestimmung beruhende Klima passt nicht allen. Seltsame politisch-klerikale Allianzen arbeiten mit viel Geld und Demagogie am Roll-Back. Die Hurenbewegung von heute kontert mit Öffentlichkeit, auch neuen spektakulären Aktionen. Letztes Jahr hat sich der „Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen“ (BesD) gegründet.

Eine Gesellschaft für alle? Inklusion zwischen Utopie und Herrschaftstechnik

MITTWOCH // 21. MAI 2014 // um 19:30 UHR

Die behindert und verrückt feiern – Pride Parade Berlin geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Schon im Vorfeld der Parade gibt es Veranstaltungen. Am 21. Mai organisieren wir eine Diskussion zur oft großspurigen Rede von Inklusion und den realen Bedingungen, unter denen behinderte Menschen in unserer angeblich schon fast inklusiven Gesellschaft leben. Wo kommt die Idee der Inklusion eigentlich her? Ist immer Inklusion drin, wo Inklusion draufsteht? Wie würde sich die Gesellschaft durch Inklusion verändern? Gibt es in ihr noch ein Innen und ein Außen? Sind am Ende etwa doch nur die Nützlichen von Interesse? Mit diesen Fragen werden wir uns bei der Veranstaltung beschäftigen.

Podiumsgäste:
Swantje Köbsell, langjährige Aktivistin der Krüppelbewegung und Professorin für Disability Studies
Jasna Russo, langjährige Aktivistin der internationalen Bewegung von Psychiatriebetroffenen und Sozialforscherin
Udo Sierck, Aktivist der Krüppelbewegung, hat unter Anderem im vergangenen Jahr ein Buch zum Veranstaltungsthema unter dem Titel „Budenzauber Inklusion“ geschrieben

Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache wird bereitgestellt.
Wenn notwendig wird die Veranstaltung in den Hauptraum übertragen.

Rotzfreche Asphaltkultur – ein Hörspielvortrag

SONNTAG // 19. MAI 2014 // um 20:00UHR

Die Rotzfreche Asphaltkultur (RAK) ist ein Versuch von Selbstorganisation – seit über 30 Jahren bilden wir irgendetwas zwischen politischem Netzwerk, musikalischer Aktionsgruppe und Chaotenhaufen. Die Bands und „Künstler_innen“ vereint ein anarchisches Lebensgefühl, die Sehnsucht nach Veränderung und der Kampf für eine bessere Welt.

Seit einer ganzen Weile sammeln wir alte Aufnahmen und Geschichten von RAK-Bands, und so ist über die Jahre ein Archiv mit vielen Audio- und Videodokumenten herangewachsen. Aus diesen Schätzen haben wir ein Potpourri gemixt und mit Hintergrundgeschichten und ner ganzen Menge Infos verbunden.

So wird linke Bewegungsgeschichte mit widerständiger Musik verknüpft und spannt einen Bogen von der Anti-AKW-Bewegung Ende der Siebziger über Häuserkampf in den achzigern, Antira in den neunzigern bis zu Antifa und Revolutionsmusik im neuen Jahrtausend.

Da tauchen Bands wie Milch und Blut, Klaus der Geiger, Quetschenpaua und Revolte Springen auf, aber auch viele fast vergessene wie MEK Bochum, Straßenklampf und Brot und Lila Rosen.

Eine Reise durch mehr als 30 Jahre Rotzfreche Aspahltkultur.

Gespräch mit Miroslav Pavlovic, Jovan Nikolic und Jörg Becken

FREITAG // 9. MAI 2014 // um 20:00UHR

EIN GeSprÄch im live RADIO FORMAT MIT dem seit 1992 in Berlin lebenden langjährigen Rroma Aktivisten Miroslav Pavlovic, Jovan Nikolic dem vor 14 Jahren aus Belgrad nach Köln „eingewanderten“ Schriftsteller und Jörg Becken einem Berliner Verleger (KLAK Verlag) und Mitgründer der Romani Union Berlin-Brandenburg, welcher er in der Zeit von 1996 bis 2001 als zweiter Vorsitzender mit prägte.

Das Thema: „Inwiefern sind unsere Lebenserfahrungen von den gesellschaftlichen Systemen geprägt?“

Eine Veranstaltung vom Rroma Informations Centrum e.V. im Rahmen des Communitybuilding Projekts.

Voll Normaaal?

Dienstag // 06.05. // 19.00

Einführung in die Kritik der normalen Identität