Archiv für August 2013

Räte rund um die Welt – eine kleine Weltgeschichte der ArbeiterInnenselbstverwaltung // Buchvorstellung und Diskussion

Dienstag // 03.09. // 19.30

Wenn es um Räte geht, denkt man die roten Matrosen von 1918, vielleicht noch an die Oktoberrevolution, aber dann wars das auch.
Doch seit der Pariser Kommune von 1871 hat es immer wieder Versuche von arbeitenden Menschen gegeben, ihr Leben und ihre Arbeit selbst in die Hand zu nehmen.

Friedrich Engels bezeichnete die Pariser Kommune als „Die
endlich entdeckte politische Form“ des Kommunismus. Dieses Zitat hat sich ein Sammelband zum Titel genommen, der eine kleine Weltgeschichte der Selbstverwaltung vorwegnehmen möchte.
Die Reise geht vom roten Oktober 1917 über die Berliner Märzstreiks 1919 zu den italienischen Fabrikräten von 1920 durch den spanischen Bürgerkrieg bis zur Arbeiterinnenselbstverwaltung in der Volksrepublik Jugoslawien und den Fabrikbesetzungen des 21. Jahrhunderts in Argentinien, Brasilien, Venezuela, Griechenland und den USA.

Herausgeber Dario Azzellini und Autor Ralf Hoffroge stellen den Band vor und wollen mit dem Publikum diskutieren

Das Buch:
Dario Azzellini/Immanuel Ness (Hg): „Die endlich entdeckte politische Form“ – Fabrikräte und Selbstverwaltung von der Russischen Revolution bis heute, ISP Verlag, Köln 2012.

Rezension:
http://www.workerscontrol.net/de/authors/die-endlich-entdeckte-politische-form-fabrikraete-und-selbstverwaltung-von-der-russischen-re

Veranstalter des Abends ist der „Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung“:
http://www.arbeiterbewegung-jahrbuch.de/foerderverein.html

Filmscreening: „A Film Unfinished“(Shtikat Haarchion)

Donnerstag // 29.08. // 19.30

Am Donnerstag, 29.8. 19:30 Uhr zeigen und diskutieren wir mit Wissenschaftler_innen der FU-Berlin den Film „A Film Unfinished“(Shtikat Haarchion), eine israelische Dokumentation von 2010 über die Entstehung des Nazi-Dokumentarfilms über das Warschauer Ghetto.

„Yael Hersonski’s powerful documentary achieves a remarkable feat through its penetrating look at another film-the now-infamous Nazi-produced film about the Warsaw Ghetto. Discovered after the war, the unfinished work, with no soundtrack, quickly became a resource for historians seeking an authentic record, despite its elaborate propagandistic construction. The later discovery of a long-missing reel complicated earlier readings, showing the manipulations of camera crews in these „everyday“ scenes. Well-heeled Jews attending elegant dinners and theatricals (while callously stepping over the dead bodies of compatriots) now appeared as unwilling, but complicit, actors, alternately fearful and in denial of their looming fate.“ (Sundance Film Festival)
http://www.imdb.com/title/tt1568923/